Presseaussendung – Verein „Lebenswertes Krumpendorf“ 28.11.2019

Presseaussendung – Verein „Lebenswertes Krumpendorf“ 28.11.2019

Die mehrheitliche Entscheidung im Gemeinderat Krumpendorf, keinen Beitrag für die weitere Anbindung an das Netz der Stadtbusse in Klagenfurt zu leisten1, hat zur Folge,

 *dass an Samstagen, Sonntagen, Feiertagen überhaupt keine Stadtbusse nach Krumpendorf und zurück fahren

* dass der späteste Stadtbus von Montag bis Freitag um 19:30 Uhr nach Krumpendorf fährt

* dass die Abendlinie 92 komplett eingestellt wird

* dass am Vormittag Mo – Fr nach 7:30 bis 11 Uhr kein Stadtbus nach

* Krumpendorf fährt (bis zu dreieinhalb Stunden Wartezeiten nach Einkäufen

* oder Arztbesuchen!!!)

* dass am Abend zwischen 17 Uhr und 19:30 Uhr kein Stadtbus nach Krumpendorf fährt (tolle Wartezeiten nach Einkäufen oder anstrengendem Arbeitstag: bis zu zweieinhalb Stunden!!!)

 Diese Maßnahmen können aus der Sicht der KrumpendorferInnen nur als„Stadtbus-Kahlschlag“ bezeichnet werden und haben Entsetzen und helle Empörung bei den Betroffenen ausgelöst. Denn bislang war Krumpendorf sehr gut in das Klagenfurter Busnetz integriert.

Fahren derzeit pro Woche noch 214 Stadtbusse nach Krumpendorf und zurück, werden es ab dem 3.Dezember nur mehr 65 Stadtbusse sein.

Dies entspricht einer Streichung von ca. 70 Prozent der Busverbindungen pro Woche!

Es sieht so aus, dass die Stadtbusse nahezu nur mehr dann fahren, wenn es um die staatliche Vergütung für die Schülerfreifahrten geht.

Die Vorgangsweise vieler Gemeindeverantwortlicher in Krumpendorf steht in krassem Gegensatz zu den vor Wahlen immer strapazierten Zusagen „Bürgernähe“, „Transparenz“, „Bürgerbeteiligung“ usw., denn die Änderungen im Busplan wurden erst kurzfristigst und überfallsartig bekannt.

Gleichzeitig ist festzustellen, dass die Verhandlungsführung durch die Gemeindeverantwortlichen offensichtlich zumindest amateurhaft statt ziel- und lösungsorientiert abgelaufen ist.

Haben die Gemeindeverantwortlichen daran gedacht, was dieser „Stadtbus- Kahlschlag“

* für SeniorenInnen, die zu Arztbesuchen nach Klagenfurt müssen,

* für jene KrumpendorferInnen ohne Führerschein,

* für jene, die kein Auto haben bzw. aus Klimaschutzgründen bewusst darauf

verzichten,

 * für TouristenInnen,

*  für jene, die in Klagenfurt einkaufen

* für jene, die am Wochenende Krankenbesuche z.B. im Klinikum, Sanatorium,UKH machen      wollen,

* die an Veranstaltungen in Klagenfurt teilnehmen wollen

 ......bedeutet?

Soziale Kompetenz und Entscheidungen für die Menschen sehen anders aus, sehr geehrte Damen und Herren im Gemeindevorstand bzw. Herr Referent! Man sollte von der Gemeinde Ebental lernen!

Gleichzeitig ist die Vorgangsweise der Stadt Klagenfurt zu hinterfragen. Allein die Tatsachen,

* dass viele KrumpendorferInnen ihr Geld in die Geschäfte der Landeshauptstadt tragen und zum Geschäftserfolg beitragen,

* dass viele KrumpendorferInnen an sportlichen, kulturellen, heimatlichen Veranstaltungen teilnehmen und zum Gelingen der Veranstaltungen beitragen,

* dass die Stadtbusse in Klagenfurt in der Zukunft im 10-Minutentakt (statt 30- Minuten-Takt) fahren sollen (dafür nach Krumpendorf nur mehr fallweise),

* dass die EU, der Staat Österreich und das Land Kärnten mit mehr als 100 Millionen Euro die neue elektrische Busflotte fördert,

sollten auf Seiten der Stadt Klagenfurt ein Klima schaffen, den Anliegen der KrumpendorferInnen wohlwollend entgegen zu kommen.

Daher ruft der Verein „Lebenswertes Krumpendorf“ die Verantwortlichen in derLandeshauptstadt Klagenfurt wie in Krumpendorf auf, sich prompt an einen Tisch zu setzen und eine menschliche und bürgergerechte Lösung zu vereinbaren. Die Zeit vor Weihnachten sollte dafür bestens geeignet sein!

Wir gehen auch davon aus, dass dem Herrn Landeshauptmann Dr. Kaiser der Stadtbus-Kahlschlag für die KrumpendorferInnen nicht zusagt und hoffen auf seinen Beitrag zu einer guten Lösung!

Für den Verein „Lebenswertes Krumpendorf“Mag. Walter Pöschl, Obmann

  • www.lebenswertes-krumpendorf.at

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